Volksbank setzt auf Nähe

Die Vertreterversammlung 2013 bilanziert ein erfolgreiches Geschäftsjahr.

In der gut gefüllten Donnersberghalle in Rockenhausen legten die Bankvorstände Karl-Heinz Reidenbach und Albrecht Steller am 05. Juni 2013 den Vertretern der Genossenschaftsbank den Rechenschaftsbericht 2012 vor. Dabei erlebten die Vertreter und Gäste der Bank ein klares Bekenntnis der Volksbank zur heimatlichen Region und zu den genossenschaftlichen Grundwerten.

Vorstandsmitglied Albrecht Steller warb in seiner Rede für das demokratische Geschäftsmodell der Volksbank und grenzte es selbstbewusst und nicht ohne Stolz von den Geschäftspraktiken der internationalen Groß- und Direktbanken ab.

"Wir sind solide, berechenbar und unaufgeregt - dafür gibt es halt keine Schlagzeilen" sagte Steller in seiner Rede. Stolz ist man bei der Volksbank auf den Gewinn der Auszeichnung "Beste Bank" im Focus Money Bankenvergleich, wo man mit großem Abstand vor der regionalen Konkurrenz als Testsieger bewertet wurde. 

Wieder 6% Dividende an die Mitglieder

Die Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz hat sich auch im 149. Jahr ihres Bestehens gut behauptet. Detailliert ging Albrecht Steller auf die Erfolgszahlen der Bank im Geschäftsjahr 2012 ein. Der Jahresüberschuss beträgt 1,758 Millionen Euro und liegt damit im etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Mitglieder der Bank profitieren durch die Ausschüttung einer Dividende aus dem Jahresüberschuss in Höhe von sechs Prozent auf den ersten Geschäftsanteil.

Die versammelten Vertreter zeigten sich zufrieden mit den Ergebnissen ihrer Volksbank. Das gesamte betreute Kundenvolumen Ende 2012 bezifferte Steller auf 1,7 Milliarden Euro. "Wir haben das beste aller denkbaren Geschäftsmodelle", betonte er. Mit 188 Mitarbeitern und 20 Geschäftsstellen sei die Volksbank für die Menschen in der Region da. Die Bank habe 3,5 Millionen Euro Steuern bezahlt und mit über 113.000 Euro soziale Projekte in der Region unterstützt.

Zum positiven Gesamtergebnis der Bank im vergangenen Geschäftsjahr hat auch das traditionell hohe Engagement der Bank bei der Finanzierung der regionalen Wirtschaft beigetragen. Rund 101 Millionen Euro flossen im Jahr 2012 als neue Kredite an den Mittelstand und in den privaten Wohungsbau in der Region.

Zufrieden zeigten sich die Bankvorstände mit der Entwicklung der hauseigenen Direktbank im vergangenen Jahr um 36 Prozent gewachsen ist.

Vorstand Karl-Heinz Reidenbach erläuterte den Vertretern die aktuelle Entwicklung der Bank im laufenden Geschäftsjahr und ging dabei auf das historisch niedrige Zinsniveau ein. "Diese Situation ist sowohl für Anleger wie auch Kreditkunden eine besondere Ausgangslage und für uns eine besondere Herausforderung", betonte er.

Zur aktuellen Geschäftsentwicklung merkte Reidenbach an, bei den Unternehmenskrediten gebe es fast nur noch zwei Arten von Firmenkunden: "Die einen brauchen keinen Kredit weil es ihnen so gut geht, die anderen bekommen keinen Kredit, weil es ihnen nicht gut geht." Mangels Bonität habe die Volksbank im ersten Quartal 2013 Kreditnachfragen von mehr als 20 Millionen ablehnen müssen.

Die Volksbank will auch im laufenden Jahr ihre Politik der Mitgliederorientierung fortsetzen. "Unsere Mitglieder sollen wieder mehr spüren, dass es etwas Besonderes sein kann, Bankkunde zu sein, nämlich Bankteilhaber bei Ihrer Volksbank." Die Volksbank wolle weitere Ideen und Konzepte entwickeln zur Stärkung der Genossenschaftsidee.

Als größere Investitionen im laufenden Geschäftsjahr nannte Reidenbach die Modernisierung der Geschäftsstellen Kusel und Meisenheim sowie den vollständig neuen Internetauftritt der Bank.

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Ulrike Koch-Goebel, Karl-Heinz Sundheimer und Rudi Werner in ihrem Ämtern bestätigt. Aus Altersgünden schied Werner Dietz aus und wurde mit ehrenden Worten verabschiedet.

Zum Abschluss referierte die Professorin für Raumordnung der TU Kaiserslautern, Gabi Troeger-Weiß, über die Folgen der demographischen Entwicklung in der Nord- und Westpfalz.