Dividende für Mitglieder fällt höher aus

Volksbank bilanziert Geschäftsjahr 2013

Mit einem Jahresüberschuss von 1,383 Millionen Euro hat die Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz das Geschäftsjahr 2013 abgeschlossen. Im selben Zeitraum hat sich die Bilanzsumme um 2,7 Prozent auf 780 Million Euro reduziert, das Eigenkapital sich um 1,7 Prozent auf 82,8 Millionen Euro erhöht. Das Betriebsergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 403.000 Euro auf 6,9 Millionen Euro. Betriebswirtschaftliche Eckpunkte, mit denen Vorstandsmitglied Albrecht Steller der Vertreterversammlung der Volksbank am MIttwochabend im Dorint Hotel einen Einblick in das Geschäftsjahr 2013.

Den Mitgliedern winkt im Jubiläumsjahr eine erhöhte Jubiläumsdividende. Acht Prozent (Vorjahr sechs Prozent) gibt’s für den ersten Geschäftsanteil, vier Prozent (Vorjahr drei Prozent) für jeden weiteren Anteil. Damit liege die Dividende deutlich über dem aktuellen Kapitalmarktzins, betonte Steller.

Mit dem Ende des 150. Jahres der Unternehmensgeschichte der Volksbank habe sich der Vorstand für eine sehr konservative Bewertung der Kreditforderungen entschieden.Trotz geringer Margen im Kundengeschäft sei der Zinsüberschuss gegen den allgemeinen Trend um mehr als 1,0 Millionen Euro gestiegen. „Unsere Maßnahmen zur Verbesserung unserer Bilanzstrukturen zeigen hier nachhaltige Ergebniswirkung", hob Steller hervor.

In den nächsten Jahren müsse die Volksbank den Spagat zwischen traditionellem Bankgeschäft mit Filialen in den ländlichen Strukturen und modernem Banking für junge Bankkunden hinbekommen, blickte das Vorstandsmitglied in die Zukunft. „Alle Produkte und Leistungen unterscheiden sich bereits heute nicht mehr von dem Angebot der Filiale", verwies er auf eine Verbesserung des Online-Angebots.

Vorstandsmitglied Karl-Heinz Reidenbach knüpfte an die Entwicklung der ersten fünf Monate des laufenden Jahres an und streifte die geschäftliche Situation und die Aktivitäten im 150. Jubiläumsjahr. Angesichts der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die, um die europäische Konjunktur zu beleben, erneut den Leitzins gesenkt habe, empfahl Reidenbach den Kunden, ihr Vermögen mit einem Berater zu analysieren und in verschiedene Laufzeiten und Anlageklassen zu investieren. Eine Investition in Immobilien könne der richtige Weg aus der Niedrigzins-Problematik sein. „Auch uns als Bank belastet die Niedrigzinspolitik."

Nach den Worten Reidenbachs sollen die Beratungsgespräche von 16.000 im Jahr 2013 auf 20.000 in 2014 gesteigert werden. Hinzu komme der Firmenkundenbereich. Weil die Volksbank mehr leisten könne, als das, was die Kunden von ihr forderten, werde das Geldinstitut verstärkt die Initiative ergreifen. „Das Einlagen- und das Kreditgeschäft geben uns mehr Spielraum."

Als bombastisch bezeichnete Reidenbach die Resonanz von 8000 Besuchern bei 18.000 Mitgliedern auf die Jubiläumsveranstaltungen. Mit 94.000 Euro engagierte sich die Volksbank an sozialen, kulturellen und sportlichen Projekten.

 

Quelle Die Rheinpfalz - Pfälzische Volkszeitung Nr. 135 Freitag, den 13. Juni 2014