Vertreterversammlung 2018

Kundeneinlagen steigen

Positive Bilanz fürs Geschäftsjahr 2017– 2,7 Millionen Euro Jahresüberschuss

Vorstand und Aufsichtsrat präsentierten den Mitgliedervertretern am Mittwoch, 6. Juni 2018 in der Veranstaltungshalle der Gartenschau eine für die Zukunft gut aufgestellte Genossenschaftsbank.

Rheinpfalz-Redakteur Joachim Schwitalla berichtete in der Pfälzischen Volkszeitung, Ausgabe vom 8. Juni 2018:

Über eine positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2017 der Volksbank Kaiserslautern informierte Vorstand Albrecht Steller bei der Vertreterversammlung des Geldinstituts am Mittwoch vor rund 140 Teilnehmern in der Veranstaltungshalle der Gartenschau.

„Unser Engagement für unsere Mitglieder und unsere Region hat sich gelohnt“, sagte Steller und verwies auf eine Bilanzsumme, die sich um knapp 32 Millionen Euro auf rund 1,34 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2017 erhöht hat. Auf 147 Millionen Euro hat sich im gleichen Zeitraum das bilanzielle Eigenkapital erhöht. Aus dem Jahresüberschuss von 2,7 Millionen Euro hat der Vorstand eine Dividende von drei Prozent vorgeschlagen.

Trotz null Prozent Zinsen seien die Kundeneinlagen um 3,1 Prozent auf über eine Milliarde Euro gestiegen, berichtete Steller. Verstärkt fortgesetzt habe sich die Nachfrage nach Krediten. Hinter einem Kreditwachstum von 22 Millionen Euro stünden 2322 Neukredite für Immobilien, für Investitionen in Maschinen und Anlagen in Höhe von 224 Millionen Euro, so Steller. „Unsere Planergebnisse haben wir durch das Wachstum im Kundengeschäft und die Disposition unserer Eigenanlagen erreicht“, konstatierte der Banker.

Eingangs ging Steller auf die Philosophie der Volksbank Kaiserslautern ein. „Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt“, so Steller. Er erinnerte an das 25. Jubiläum der Kulturreihe „Blaue Stunde“, an Konzerte im Casino und an Kunstausstellungen in der Kundenhalle der Volksbank. Mit 100 mal 500 Euro seien Projekte in Kindergärten unterstützt worden.

Weiter informierte Steller, dass der Online-Kontakt über PC und Smartphone quer durch alle Kundengruppen und unabhängig vom Alter kontinuierlich zunehme. Gleichermaßen nehme der Kontakt zu den Filialen signifikant ab. Parallel zur veränderten Filialstruktur habe die Volksbank daher ihr Kunden-Service-Center technisch und personell weiter ausgebaut. Dass die Kunden der Volksbank mit ihrem Geldinstitut zufrieden seien, belegte er mit der Auszeichnung der Volksbank als „Beste Bank vor Ort“ sowohl im Privat- als auch im Geschäftskundensegment. „Im Deutschlandtest belegen wir Platz eins in Rheinland-Pfalz und Platz fünf bundesweit.“

Vorstand Karl-Heinz Reidenbach informierte über die Ziele für 2019 und das laufende Geschäftsjahr. Im Kreditgeschäft visiert die Volksbank mehr als 200 Millionen Euro, im Wertpapiergeschäft 100 Millionen Euro an. Bis Ende Mai habe das Geldinstitut außer bei Lebensversicherungen alle Zeitziele übertroffen. „Das gute Ergebnis 2017 werden wir wohl nicht erreichen, da die Kostenseite stetig steigt.“

Auch die Bankenwelt werde digitaler, sagte Reidenbach und verwies auf digitale Plattformen und den neuen „Digitalen Finanzbericht“, der Firmenkunden ermöglicht, den Jahresabschluss ihres Unternehmens digital zu übertragen.

Was die Baufinanzierung angehe, sei diese insbesondere für junge Familien interessant. Bei 30-jähriger Zinsfestschreibung lägen die Finanzierungskonditionen noch immer auf einem historisch niedrigen Niveau, sagte Reidenbach.

Ausgewählte Kennzahlen auf der Basis 31. Dezember 2017:

Mitglieder 31.932
Geschäftsanteile 394.567
Bilanzsumme
1,3 Mrd. Euro
Eigenkapital 147,5 Mio. Euro
Jahresüberschuss 2,7 Mio. Euro