Starkes Mandat für eine starke Bank

Vertreter der Volksbank votieren einstimmig für Fusion mit der VR-Bank Westpfalz

Herausragender Tagesordnungspunkt der Vertreterversammlung der Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz war am Mittwochabend die Verschmelzung mit der VR-Bank Westpfalz, deren Vertreter in der Vorwoche bereits zu 100 Prozent zugestimmt hatten. Bei der Abstimmung in Kaiserslautern zeigten sich die Vertreter ebenfalls von dem Fusionsvorhaben überzeugt und votierten einstimmig für den Zusammenschluss. Damit ebneten sie den Weg für die Entstehung der größten Genossenschaftsbank in der Region. „Ein starkes Mandat für eine starke Bank“, bilanziert Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Hammel, der die Versammlung im Veranstaltungszentrum der Gartenschau leitete.

Ebenfalls ohne Gegenstimmen wurden die durch die Vertreterversammlung der VR-Bank Westpfalz nominierten sieben Mitglieder in den Aufsichtsrat der neuen Bank gewählt. Die fusionierte Bank, die nach der Eintragung der Verschmelzung als „Volksbank Kaiserslautern eG“ firmieren wird, betreut rund 31.000 Mitglieder und ein Kundenvolumen von 2,8 Milliarden Euro. Vier regionale Kompetenzzentren in Ramstein, Waldfischbach-Burgalben, Kaiserslautern und Rockenhausen werden durch regionale Beratungszentren ergänzt und durch SB-Geschäftsstellen komplettiert.

Vorstandsmitglied Karl-Heinz Reidenbach informierte die Vertreter über Gründe für den geplanten Zusammenschluss. Neben dem steigenden Kosten- und Ertragsdruck durch Regulierungen und Zinspolitik nannte er auch eine deutliche Steigerung der Prozess-Effizienz durch eine höhere Grundauslastung der betrieblichen Ressourcen. Als positiven Nebeneffekt bezeichnete er die konkrete Möglichkeit, in den kommenden Jahren altersbedingt ausscheidende Funktionsträger durch interne Nachfolgeregelungen zu ersetzen und damit jungen und topausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im eigenen Haus bessere Karrierechancen in Fach- und Führungspositionen zu eröffnen. Dem steigenden Bedarf der Kunden nach ort- und zeitunabhängigen elektronischen Bank- und vor allem Beratungsleistungen trägt die Bank durch den Ausbau digitaler Vertriebskanäle wie der Online-Filiale, den Aufbau eines großen Kundenservice-Centers und weiterer Innovationen wie beispielsweise Video-Beratung Rechnung. Reidenbachs Kollege Peter Kullmann erläuterte eingehend die mit der bevorstehenden Fusion zusammenhängenden Änderungen der Satzung und der Wahlordnung. Er informierte zugleich detailliert über den Verschmelzungsvertrag.

„Wir haben unser Unternehmen so aufgestellt, dass wir auf Veränderungen schnell und flexibel reagieren können“, sagte Vorstandsmitglied Albrecht Steller zur aktuellen Geschäftsentwicklung. Unter den für alle Banken schwierigen Rahmenbedingungen seien die Entwicklung und das Ergebnis des Jahres 2015 mit einem Jahresüberschuss von 1,7 Mio. Euro insgesamt zufriedenstellend. Die Bilanzsumme sei mit rund 760 Mio. Euro nahezu gleichgeblieben. Die Vertreterversammlung beschloss einstimmig die Ausschüttung einer Dividende von 4 % auf den ersten und 2 % auf jeden weiteren Geschäftsanteil.

Ausgewählte Kennzahlen der fusionierten Volksbank Kaiserslautern eG auf der Basis 31. Dezember 2015:

Mitglieder 31.662  
Geschäftsguthaben 20,8 Mio. EUR
Gemeinsame Bilanzsumme
1,3 Mrd. EUR
Betreutes Kundenvolumen 2,8 Mrd. EUR
Eigenkapital 151,69 Mio. EUR
Jahresüberschuss 2,7 Mio. EUR