Ziel: Eine starke Heimatbank für die Region

Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz und VR-Bank Westpfalz kommen gut voran bei Fusionsplänen – Vertreter umfassend informiert

Kaiserslautern/Landstuhl, 12.02.2016 – Eine dauerhaft leistungsfähige Regionalbank mit starkem örtlichem Bezug soll aus der für 2016 geplanten Verschmelzung der Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz und der VR-Bank Westpfalz hervorgehen. Vier Monate vor der Beschlussfassung durch die Vertreterversammlungen beider Häuser berichten die Vorstände über eine heranwachsende Kultur der Gemeinsamkeit und Einvernehmen in zentralen Punkten.

Ziele für die Fusion

„Die gemeinsame Bank wird eine Bank der kurzen Wege sein für ihre Kunden, insbesondere auch durch die Verzahnung der Online-Filiale mit einem modernen Zweigstellennetz. In der Beratung steht auch weiterhin der persönliche Kontakt von Mensch zu Mensch im Mittelpunkt unserer Philosophie“, umreißt Karl-Heinz Reidenbach, Vorstandsmitglied der Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz, die strategischen Ziele für den Zusammenschluss. „Wir wollen eine dauerhaft leistungsfähige und genossenschaftliche Bank für die Westpfalz schaffen. Ein unabhängiges Institut mit dem Entscheidungszentrum in der Region, das den Privatkunden und dem Mittelstand in allen Fragen rund um Finanzthemen kompetent zur Seite steht“, ergänzt sein Kollege Alexander Kostal aus dem Vorstand der VR-Bank Westpfalz.

Auf ihren Bezirkskonferenzen am 2. und 11. Februar 2016 hat die VR-Bank Westpfalz über den aktuellen Stand des Fusionsprozesses informiert. In ausführlichen Briefen an ihre jeweiligen Vertreter ziehen beide Häuser jetzt ein Zwischenfazit und geben einen Ausblick auf weitere Schritte. „Es ist uns sehr wichtig, die Vertreter unserer Mitglieder und Eigentümer mit in den Prozess einzubeziehen, denn sie werden über diese Verschmelzung zu entscheiden haben“, betont Kostal.

Die Fusion ist aus Sicht beider Vorstandsgremien die richtige Antwort auf zentrale Herausforderungen: Die Niedrigzinsphase werde auf absehbare Zeit die Zinsspanne als wichtigste Ertragsquelle belasten. Die Bankenaufsicht warne daher die kleinen und mittelgroßen Banken bzw. Sparkassen, die Lage auszusitzen. Sie rate zu sofortigem Handeln und erwähne auch ausdrücklich Fusionen.

„Gleichzeitig erfordert die Entwicklung im Markt integrierte Angebote für Online- und Vor-Ort-Dienstleistungen“, erläutert Reidenbach. „Denn die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft spiegelt sich im Verhalten unserer Kunden wider. Wir müssen einzigartige genossenschaftliche Kundenerlebnisse über alle Kanäle hinweg schaffen, die auf einer genauen Kenntnis der Kundenbelange basieren.“ In einem größeren Haus könne dies ebenso besser bewältigt werden wie die fortschreitende Regulierungswelle.

Einvernehmen in den Fusionsgesprächen wurde über die Positionierung in den vier  Regionalmärkten Nord/Rockenhausen, Mitte/Kaiserslautern, West/Landstuhl und Süd/Waldfischbach erzielt. Die fusionierte Bank würde so die Struktur von vier ehemals selbständigen Kreditgenossenschaften abbilden. „Das bedeutet Kundennähe und Kompetenz vor Ort“, ist Kostal überzeugt. Die Kommunikation mit den Kunden bzw. Vertretern in den Regionen werde über regionale Mitgliederforen weitergeführt.

Die Vorstände betonen die partnerschaftliche Atmosphäre der Gespräche. Man begegne sich auf Augenhöhe. Die angemessene Mitsprache in den Organen der neuen Bank sei sowohl in der Vertreterversammlung als auch im Aufsichtsrat und im Vorstand gewährleistet.  Aufsichtsratsvorsitzender soll Jürgen Hammel aus der Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz werden, Michael Lill aus dem Aufsichtsrat der VR-Bank Westpfalz einer der beiden Stellvertreter. Das Aufsichtsgremium wird von Beginn an paritätisch mit den Mitgliedern aus beiden Kreditgenossenschaften besetzt sein. Die fünf Vorstände werden gemeinsam die Bank führen. Sie soll „Volksbank Kaiserslautern eG“ heißen und ihren juristischen Sitz im Oberzentrum der Westpfalz haben. „Der Name war keine Forderung der Kollegen aus Kaiserslautern. Er entspringt unserem gemeinsamen Bekenntnis zu einer klaren Positionierung“, unterstreicht Alexander Kostal.

Die persönlichen Ansprechpartner für die Kunden in den Geschäftsstellen bleiben erhalten. „Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird die Fusion eine Reihe von Vorteilen bringen“, sagt Karl-Heinz Reidenbach. „Kündigungen als Folge der Fusion werden vertraglich bis zum 31.12. 2018 ausgeschlossen.“ Die neue, größere Bank werde mehr Karrierewege und Entwicklungschancen bieten. „Nach der Fusion werden wir als Arbeitgeber noch attraktiver sein.“

Derzeit arbeiten die Vorstände gemeinsam am Verschmelzungsvertrag, auf dessen Grundlage die Vertreterversammlungen im Mai dieses Jahres ihre Zustimmung zur Fusion erteilen sollen. Darüber hinaus erstellen 18 Projektgruppen Fachkonzepte für die gemeinsame Bank. Die Verschmelzung bietet nach Einschätzung der Bankvorstände „eine vielleicht historische Chance, eine nachhaltig starke Heimatbank für die Region zu schaffen.“ Sie käme auf insgesamt fast 78.000 Kunden, mehr als 31.000 Mitglieder, 294 Mitarbeiter und eine Bilanzsumme von rund 1,3 Milliarden Euro. „Wir werden ein beachtliches Gewicht auf die Waagschale bringen können. So haben wir die Chance, uns als Kreditgenossenschaft für die zusammenwachsende Wirtschaftsregion Westpfalz um das Oberzentrum Kaiserslautern zu etablieren“, sind die Vorstandsmitglieder überzeugt.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

  In Mio Euro
Bilanzsumme 1.252
Betreutes Kundenvolumen 2.707
Eigenkapital 151
Anzahl Mitglieder 31.662
Einwohner im definierten Geschäftsgebiet 349.971
Anzahl Privatkunden 74.234
Anzahl Firmenkunden 3.712
Mitarbeiter 294
Anzahl Filialen 38