Blasorchester 1924 Staudernheim e.V.

2. Projekt auf unserer Crowdfunding-Plattform erfolgreich finanziert

Interview mit Projektinitiator Christoph Schmidt

Wieso haben Sie sich bei der Wahl der Plattform für „Viele schaffen mehr“ entschieden?

Unsere musikalische Arbeit wird stark von unserem Leitbild „Moderner Sound hat viele Gesichter“ geprägt: Dies beziehen wir auf unser gemeinsames Musizieren als Orchester und auf unsere musikalisch vielseitige Ausrichtung. Wir wollen damit aber auch ausdrücken, dass wir zur Verwirklichung unserer  musikalischen Projekte gerne und intensiv mit vielen kreativen Ideengebern, verlässlichen Partnern und freundlichen Sponsoren zusammenarbeiten. Durch den jeweils kleinen Beitrag jedes und jeder Einzelnen, der den jeweils eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten entspricht, kann damit etwas gelingen, was uns immer wieder selbst überrascht. Daher passt nicht nur der Titel Ihrer Plattform „Viele schaffen mehr“, sondern auch Ihre feste Verankerung in unserer Region und gerade die Idee des Crowdfunding – die Idee des gemeinsamen Investierens kleiner Beträge in ein Projekt für die Gemeinschaft – prima zu unserem Verständnis unseres Wirkens für unsere Region.



Was hat Sie dazu bewogen, ein zweites Mal Crowdfunding über die Plattform „Viele schaffen mehr“ zu starten?

Wir haben im Sommer 2014 – ich denke, das kann ich sagen: gemeinsam mit Ihnen – einen „Testballon“ gestartet und unser damaliges Konzertprojekt „BOS goes Universe“ in Ihre Plattform eingestellt. Wir hatten vorher keinerlei Erfahrungen mit Projekten dieser Art und wollten uns an dieser neuen Form der Vereinsförderung ausprobieren. Ihrer technisch und optisch ansprechende Plattform machte die Einstellung des damaligen Projekts leicht, und vom weiteren Projektverlauf waren wir mehr als überzeugt: Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen Ihres Hauses war freundlich und vertrauensvoll. Für technische und sonstige Fragestellungen standen uns jederzeit und kurzfristig Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite. Von der Einstellung des Projekts bis zur Auszahlung der Projektsumme an uns funktionierte alles reibungslos. Mit diesen guten Erfahrungen im Rücken haben wir gerne Ihre Einladung angenommen, auch im Jahr 2015 wieder ein zweites Projekt, nun zur gemeinschaftlichen Finanzierung unseres Konzertprojekts „BOS goes Opera“ zu starten – ich freue mich sehr, dass dies auch in diesem Jahr wieder gelungen ist.                                                                                                     

Welche Werbemaßnahmen haben Sie während Ihrer beiden Projekte durchgeführt?

Über das gemeinsame Projekt der Volksbank Kaiserslautern eG und des BOS haben wir unsere Musikerinnen und Musiker in den Proben informiert und um die persönliche Bewerbung der Aktion bei Familie und Freunden gebeten. Die Öffentlichkeit haben wir üer die uns zur Verfügung stehenden digitalen Kanäle – die Orchester-Homepage www.blasorchester-staudernheim.de sowie über die Facebook-Seite unseres Vereins – informiert und auf die Projektseite verlinkt.


Welche Phase war für Sie am spannendsten während der kompletten Durchführung des Projektes?

Während gerade die Vorbereitungsphase als Organisator doch mit einiger Vorbereitungstätigkeit ist, empfand ich die Finanzierungsphase am spannendsten: Wie viele Spender können wir gewinnen? Lohnt sich der Aufwand und wird die Projektsumme erreicht? Kann das Projekt wie geplant durchgeführt werden? Gerade der Endspurt dieser Phase war hier wirklich spannend – ich gebe gerne zu, dass in dieser Zeit ein- oder zweimal nach dem Stand des Projekts geschaut habe. (lacht)

Wie kam Crowdfunding bei Ihren Fans, Unterstützern und allgemein im Verein an?

Die Resonanz war durchweg gut: Die mir bekannten Spender waren positiv überrascht über die doch bequeme Möglichkeit der Unterstützung und die Abwicklung; bei Ihrem Haus fühlten viele insbesondere ihre doch sensiblen Daten zur Einzahlung ihrer Förderung sicher aufgehoben. Für unseren gemeinnützigen Verein ist das Projekt eine tolle Möglichkeit zur Erschließung einer kleinen zusätzlichen Einnahmequelle, weil ein Konzertprojekt wie „BOS goes Opera“ für uns immer wieder eine nicht unerhebliche Investition in Notenmaterial, Konzertbeleuchtung, Kosten der Raumnutzung etc. darstellt.
Vor allem aber für uns Musikerinnen und Musiker des BOS ist eine Crowdfunding-Plattform wie Ihre auf jeden Fall eine tolle Möglichkeit, unsere musikalischen Ideen einem breiteren Interessentenkreis vorzustellen, damit auf unser Wirken für unsere Region hinzuweisen und damit vielleicht einige Zuhörerinnen und Zuhörer neugierig auf unsere Projekte zu machen. Denn auch hier gilt: „Moderner Sound hat viele Gesichter“ – und zwar nicht nur auf der Bühne, sondern am liebsten natürlich auch im Publikum.

Welche Gründe sprechen Ihrer Meinung nach für Crowdfunding?


Ich denke, dass ein Crowdfunding ein tolle Möglichkeit ist, um gemeinsam einen kleinen Beitrag zu etwas Größerem zu leisten: Jeder leistet einen Beitrag, den er mit seinen Mittel leisten will und kann. Eine Unterstützung ist jederzeit komfortabel möglich. Die Mittelverwendung ist klar und transparent. Und der eigene finanzielle Beitrag ist sicher, denn er wird wieder zurückgezahlt, wenn die gemeinsam angestrebte Spendensumme leider nicht erreicht wird.

Was würden Sie Vereinen oder gemeinnützigen Institutionen mit auf den Weg geben, die vor der Entscheidung stehen, ein Projekt zu starten?


Nur Mut! Am Anfang ist „Crowdfunding“ ein großes Wort, und vielleicht ist ein wenig Aufwand zum Start des Projekts erforderlich. Aber das Prinzip und die Funktionsweise von Crowdfunding sind denkbar einfach, den Sie beschreiben es mit dem Titel Ihrer Plattform passend: „Viele schaffen mehr“. Man kann „Gemein-Nützigkeit“ im besten Wortsinn betreiben, indem man gemeinsam Nutzen schafft. Probieren Sie dieses Modell einfach einmal aus und sammeln Sie Ihre Erfahrungen damit, und vielleicht entdecken Sie damit einen neuen Kanal, um auf Ihren Verein oder Ihre Institution aufmerksam zu machen.

Vielen Dank an den Verein für die zur Verfügungstellung der Fotos (Fotograf: Wilhelm Meyer).